Alterspferde



Wann ist ein Pferde alt?


Pferde sind seit Jahrtausenden treue Begleiter des Menschen. Sie entwickelten sich im Laufe der Jahrmillionen aus einem Urpferd, das viel kleiner war als die heutigen Rassen. Schließlich griff der Mensch durch Zucht in die Entwicklung der Pferde ein.
Das Alter, das ein Pferd erreichen kann, hängt von vielen Faktoren ab. Dazu gehören die Konstitution, also wie der Körper des Pferdes auf Krankheiten reagiert. Außerdem kommt es drauf an, wie sehr ein Pferd körperlich als Last- oder Reittier beansprucht wird.
Auch die Pflege hat einen großen Einfluss darauf, wie alt ein Pferd werden kann - hat es viel Auslauf? Wird es gut ernährt und viel und regelmäßig bewegt? Lebt es mit anderen Pferden zusammen in einer Gruppe? All das hat Einfluss auf das maximale Alter, das ein Pferd erreichen kann.
Großpferde erreichen im Durchschnitt ein Alter von etwa 25 bis 30 Jahren. Dabei sterben reinrassige Pferde eher jünger, Pferde, deren Eltern unterschiedlichen Rassen angehörten werden dagegen meist etwas älter.
Im Reitsport/Leistungssport kann man Pferde etwa bis zu einem Alter von 18 Jahren einsetzen. Ab dem 18. Lebensjahr geht die körperliche Leistungsfähigkeit eines Pferdes normalerweise zurück. Ab dem 20. Lebensjahr werden die Pferde vorwiegend zum Ausreiten und leichter Arbeit verwendet. Noch ältere Pferde können kaum noch geritten werden.


Was bietet der Fichtenhof?


Auf dem Fichtenhof werden Alterspferde im intensiven Kontakt mit ihren Freunden gehalten.
Es entspricht der Natur des Pferdes, im sozialen Verband mit Artgenossen zu leben. Im Offenstall ist das möglich. Die Pferde bilden eine Herde, in der feste Banden, Sympathien, aber auch Antisympathien entstehen. Die Rangordnung ist eindeutig. Es kann nur ein Alpha-Tier geben. Alle anderen Tiere sind untergeordnet und haben einen klar definierten Platz in der Herde. Häufig finden sich auch zwei oder mehrere Tiere zu einer neuen, kleinen Gemeinschaft als Untergruppe. Das vielfältige Sozialverhalten der Tiere lässt sich in der Offenstall-Haltung sehr gut beobachten. Es geht vom freundschaftlichen Kraulen, über spielerische Kämpfe, Hinterteil zeigen, drohendes Ohren anlegen, Schnappen, herzhaftes Beissen und Ausschlagen bis hin zum Steigen. Das alles ist in einer Boxenhaltung nicht möglich.
Ein Neuankömmling wird in einer abgetrennten Box mit kleinem Auslauf eine kurze Zeit gehalten, um die Integration zur bestehenden Gemeinschaft zu erleichtern. Die Gruppenmitglieder beschnuppern den Neuen und werden beobachtet. Nach kurzer Zeit drängen die Neuankömmlinge zur Herde.


Die Offenstallhaltung auf dem Fichtenhof
image umfasst zwei grosse Ställe. Sie sind mit Stroh eingestreut und werden täglich gemistet. Wobei der abgebildete Stall 3 Türen zum Freilaufbereich aufweist.




image Beim 2. Stall ist die gesamte Breite (ca. 15 Meter) komplett offen, die Öffnung liegt auf der windabgewandten Seite. Beide Liegeflächen weisen jeweils ca. 60 Quadratmeter auf.






Fütterung


Pferde haben immer Appetit. Der kleine Magen der Pferde macht eine möglichst häufige Futteraufnahme in kleinen Portionen notwendig. Lange Fresseiten sorgen für Beschäftigung und befriedigen das Kaubedürfnis. Dabei sollte das Pferd in seiner natürlichen Fresshaltung mit Kopf am Boden das Futter aufnehmen können.

Die
Fütterung auf dem Fichtenhof besteht einerseits aus dem täglichen Kurzfutter im Futterstand. image Damit wird sichergestellt, dass keine Machtkämpfe unter den Pferden aufkommen können. Andererseits erhält jedes Pferd seine Ration. Das Kurzfutter besteht aus Weizenkleie, Leinsamen, Gerste, Hafer und Mais.









image Den Pferden wird jederzeit frisches Wasser und Heu/Haylage in den aussenstehenden, vor Witterung geschützen Bedachungen angeboten. Diese Kunststoffbehälter fassen jeweils einen kompletten Rundballen. Ausser dem Schutz gegen die Witterung wird gleichzeitig die Sauberkeit des Futters garantiert. Dazu kommt natürlich beim regelmässigen (von der Witterung abhängigen) Weidegang die Aufnahme von Gras.




Gesundheitskontrolle


Eine Gesundheitskontrolle wird täglich während des Ausmistens vorgenommen. Daneben stehen die Tiere ständig unter visueller Aufsicht. Sollten sich Anzeichen einer Erkrankung oder Verletzung zeigen, wird mit dem Besitzer telefonischer Kontakt aufgenommen. Über den Tierarzt oder den Hufschmied wird die notwendige Behandlung eingeleitet.
Jährlich werden die Pferde durch einen Tierarzt gegen Influenza/Skalma geimpft. Eine Zahnkontrolle und ggf. Zahnbehandlung wird ebenfalls durchgeführt. Wobei jeder Besitzer seinen eigenen Tierarzt bestimmen kann.
Es werden quartalsweise Wurmkuren durchgeführt mit den Medikamenten Equest/Eraquell, Strongid, Eqvalan, Equimax (abhängig von der Jahreszeit).



die Familie

Wissenswertes
Jakobskreuzkraut

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